Vollakademisierung vs. Teilakademisierung der Therapieberufe: Podiumsdiskussion mit der Bundespolitik am 24. Juni 2022 – Teilnahme online möglich!

csm Kachel HVG BTHH cc64c2478eVollakademisierung vs. Teilakademisierung der Therapieberufe: Podiumsdiskussion mit der Bundespolitik am 24. Juni 2022 – Teilnahme online möglich!

Am 24. Juni 2022 veranstaltet der Hochschulverbund Gesundheitsfachberufe (HVG) in Kooperation mit dem Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen aus der Bundespolitik. Unter dem Titel "Vollakademisierung versus Teilakademisierung" geht es unter anderem um eine optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten mit Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie. 

Hochkarätig besetztes Podium diskutiert über die Zukunft der Therapieberufe

Von 9 bis 12 Uhr sprechen die Teilnehmenden des Podiums konkret über die Modernisierung der Ausbildungen in den Therapieberufen Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie.

Mit dabei auf dem Podium sind:

    • Bettina Müller, MdB (SPD)

    • Saskia Weishaupt, MdB (Bündnis 90/Die Grünen)

    • Nicole Westig. MdB (FDP)

    • Emmi Zeulner, MdB (CDU/CSU)

    • Andreas Pust (VAST, VLL)

Mit dabei außerdem als Expertinnen und Experten:

    • Prof. Dr. Uta Gaidys (Mitglied des Wissenschaftsrats)

    • Prof. Dr. Stefan Herzig (Hochschulrektorenkonferenz)

    • Alexander Stirner (Studierendennetzwerk HochschuleJetzt!)

    • Prof. Dr. Bernhard Borgetto (Vorsitzender HVG-Hochschulverbund Gesundheitsfachberufe, Sprecher Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen)

    • André Laqua (Vorsitzender des Aphasie Landesverbands Berlin e.V.)

Unter der Moderation von Martin von Berswordt-Wallrabe werden im Rahmen dieser Podiumsdiskussion in drei Stunden alle Facetten der Modernisierung der Ausbildungen in den Therapieberufen aus den verschiedenen Perspektiven beleuchtet – aus Sicht der Politik, der Berufsangehörigen, des Wissenschaftsrates, der Hochschulrektorenkonferenz sowie aus Sicht der Patientinnen und Patienten.

Weichen stellen für die Zukunft der Therapieberufe

Der Hochschulverbund Gesundheitsberufe bringt mit dieser Podiumsdiskussion, die in Kooperation mit dem Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen stattfindet, wichtige Entscheiderinnen und Entscheider zusammen. Denn: Die Modernisierung der Ausbildungen in den Therapieberufen Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie ist längst überfällig und steht auf der Agenda der Bundesregierung. Dabei gilt es, jetzt die Weichen für eine moderne und an den Versorgungsbedarfen orientierte therapeutische Versorgung der Patientinnen und Patienten zu stellen.

"Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion und hoffen, dass von dieser Veranstaltung ein richtungsweisendes Signal an die Bundesregierung und die Regierungen in den Bundesländern ausgeht", unterstreicht Ursula Cüppers-Böhle, Geschäftsführerin von PHYSIO-DEUTSCHLAND, den Stellenwert dieser Podiumsdiskussion zum aktuellen Zeitpunkt.

Knapp 12.000 Unterstützerinnen und Unterstützer hat die aktuell laufende Petition „Therapieberufe reformieren – für die Lebensqualität von morgen!“ bereits. Diese bundesweite Unterstützung für eine Vollakademisierung der Therapieberufe Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie unterstreicht den politischen Handlungsbedarf. Fokus dabei sollte aus Sicht von PHYSIO-DEUTSCHLAND die therapeutische Versorgung der Patientinnen und Patienten von morgen sein.

Jetzt anmelden und am 24. Juni online dabei sein

Die Veranstaltung findet in Präsenz mit begrenzter Teilnehmerzahl in der Bremer Landesvertretung in Berlin statt. Da es eine Hybridveranstaltung ist, ist eine kostenfreie Teilnahme auch online möglich. Eine Anmeldung ist dafür aber erforderlich.


Originalartikel: https://www.physio-deutschland.de/fachkreise/news-bundesweit/einzelansicht/artikel/vollakademisierung-podiumsdiskussion-mit-der-bundespolitik-am-24-juni-2022-teilnahme-online-moegl.html

Bildung in den Gesundheitsberufen braucht Begegnungen: Programm-Vorschau der Lernwelten 2022 veröffentlicht

LW 2022 Programmvorschau Social MediaBildung in den Gesundheitsberufen braucht Begegnungen: Programm-Vorschau der Lernwelten 2022 veröffentlicht

Die Herausforderungen unserer Gesellschaft brachten in den letzten Jahren Veränderungen in Pädagogik und Didaktik mit sich: Gemeinsames Lernen vor dem Bildschirm war Alltag und die für Gesundheitsberufe wichtige Praxis-Lehre fehlte. Der Lernwelten-Kongress 2022 bietet vom 29. bis 30. September 2022 Raum zur fachlichen Reflexion jüngster Entwicklungen und veröffentlicht nun seine Programm-Vorschau zum Thema „Bildung durch Begegnung – Begegnung in der Ausbildung der Gesundheitsberufe“.

Der Lernwelten-Kongress ist aus seiner corona-bedingten Auszeit zurück und ermöglicht damit wieder „Bildung durch Begegnung“! Diesjähriger Veranstaltungsort ist das XUND Bildungszentrum in Luzern. Spannende Workshops, Vorträge und innovative Formate liefern Antworten u.a. zu folgenden Fragestellungen:

  • Welche Bildungsmomente bedürfen der realen Begegnung? Was ist das Alleinstellungsmerkmal und die Relevanz von Präsenzunterricht im Vergleich zur Online-Lehre? Welche Herausforderungen ergeben sich für Lehrpersonen und Lernende? 
  • Inwiefern hat die Corona-Pandemie die strukturelle Erwartungshaltung an Bildung verändert? 
  •  Wie begegnen sich die Personen an den Lernorten aktuell? Wie zeigen sich Spannungsfelder zwischen den Lern- und Arbeitswelten und wie werden sie gestaltet? 
  • Welche (wissenschafts-)politischen Fragestellungen stehen im Vordergrund? Wie lässt sich „Bildung durch Begegnung“ in Professionstheorie und Bildungspraxis konzipieren?

Abwechslung bieten besondere Highlights wie die PreConference, der Markt der Möglichkeiten, die ReflektierBar, der Lernwelten-Chor, das philosophische Kaminfeuer-Gespräch sowie Aussteller aus Pädagogik und Bildung.

Für die perfekte Networking-Atmosphäre sorgt das diesjährige Abendprogramm, bestehend aus Apéro mit Musik, Stadtführung und Kongress-Dinner im historischen Hotel Schweizerhof.

Das Programm können Interessierte jederzeit über die Kongressplattform www.lernwelten.info abrufen. Änderungen vorbehalten.

Krise und Kreativität: Nie waren die Herausforderungen für angehende Pflegende größer – Verleihung des Jungen Pflege Preises 2022

junge pflege preis 2022Krise und Kreativität: Nie waren die Herausforderungen für angehende Pflegende größer

Verleihung des Jungen Pflege Preises 2022

Die Verleihung des Junge Pflege Preises 2022 des DBfK Nordwest war einer der Höhepunkte des Junge Pflege Kongresses am 5. Mai 2022 im RuhrCongress Bochum. Nach zwei Jahren Pandemie-Pause war der Kongress die lang ersehnte Gelegenheit, Auszubildende und Berufsanfänger:innen in der Pflege wieder einmal zusammen zu bringen.

Krisenbewältigung, Resilienz, Praxisanleitung und Nachhaltigkeit - die Themen des Kongresses waren vielfältig. So machte Prof. Christel Bienstein, die Präsidentin des DBfK, anlässlich der Kongresseröffnung gleich deutlich: „Pflegende leisten nicht erst seit Corona weit mehr als ihnen gut tut. Krisenbewältigung wird dabei immer notwendiger, umso mehr, als sich seit Jahren keine Verbesserung der Arbeitssituation zeigt und die Personalnot stetig zunimmt. Es kann aber nicht sein, dass von den Pflegenden erwartet wird, ständig über ihrem Limit zu arbeiten. Wir brauchen jetzt sofort Veränderungen – bevor die pflegerische Versorgung nicht mehr gesichert ist.“

Was Pflege ist und was sie ausmacht – das zu ergründen war die Herausforderung des Junge Pflege Preises, der zum 15. Mal verliehen und mit insgesamt 2.000 Euro dotiert ist. Die Auszubildenden an der Akademie für Gesundheitsberufe in Minden erreichten Platz 3 mit einem selbst verfassten Poetry Slam, der die Vielfältigkeit, die Aufgabenbereiche und die Abwechslung des Pflegeberufs widerspiegelt Das zweitplatzierte Projekt der Auszubildenden des Instituts für Pflege- und Gesundheitsberufe am St. Marien-Hospital in Mülheim an der Ruhr ging mittels einer Umfrage dem Bild des Pflegeberufs in der Öffentlichkeit nach und verglich die Ergebnisse mit den eigenen Einschätzungen. Daraus ist ein YouTube-Video entstanden. Die Pflegeschüler:innen des Universitätsklinikums Gießen schließlich entschieden sich für ein Podcastformat zur Darstellung der Vielschichtigkeit von professioneller Pflege. Im Zentrum steht „Mia“, kurz vor dem Schulabschluss und noch unschlüssig hinsichtlich der Berufswahl. Die erste Folge von „Mia“ ist im Kasten und fand so viel Anklang, dass sie den ersten Preis bekam. Schwierige Fragen kreativ beantworten und Krisen meistern: dass junge Pflegende das können und in Zukunft wohl verstärkt können müssen, hat sich an diesem Tag in vielen Facetten eindrücklich gezeigt.

Weitere Informationen zum Kongress unter https://www.junge-pflege.de/nordwest/junge-pflege-kongress/ 
und zum Preis demnächst unter https://www.junge-pflege.de/nordwest/junge-pflege-preis/


Zur Pressemitteilung: https://www.dbfk.de/de/presse/meldungen/2022/3367045506.php