Primärqualifizierendes Pflegestudium mit monatlicher VergütungPflege ist vielseitig und anspruchsvoll und bedarf sehr gut ausgebildeter Fachpersonen. Mit den neuen Studienangeboten ab Oktober 2025 schaffen die Hochschule Hof, die Bamberger Akademien und die Kliniken und Pflegeeinrichtungen Oberfrankens einen neuen attraktiven Zugangsweg zum Pflegeberuf in der Region. Abiturienten können zukünftig direkt ein Bachelorstudium absolvieren und bekommen zudem noch eine attraktive Ausbildungsvergütung analog bekannter dualer Studiengänge aus anderen Branchen. Eine Win-win-Situation für die Gesundheitseinrichtungen und die Patientenversorgung gleichermaßen, um die Anforderungen des modernen Gesundheitswesens zu bewältigen.

Die Sozialstiftung Bamberg bildet zusammen mit den Bamberger Akademien bereits seit 2009 Pflegestudierende aus. Die positiven Erfahrungen aus den vergangenen Jahren – Pflegestudierende direkt am Patientenbett zu qualifizieren – und gleichzeitig neue Berufsperspektiven zu etablieren, motivierten die Sozialstiftung Bamberg, den neuen Studiengang mit auf den Weg zu bringen. 

„Ein Pflegestudium ermöglicht es, komplexere Zusammenhänge in der Gesundheits- und Pflegeversorgung zu verstehen, forschungsbasierte Entscheidungen zu treffen und durch theoretisches Wissen neue Impulse in der Praxis zu setzen, die über das praktische Können einer klassischen Ausbildung hinausgehen“, so Prof. Dr. Matthias Drossel, der Studiengangsleiter an der Hochschule Hof. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit den Bamberger Akademien und der Sozialstiftung Bamberg engagierte und erfahrene Ausbildungs- und Praxispartner in unserer Region Oberfranken finden konnten.“

Die modernen Räumlichkeiten und das innovative Skills Lab der Bamberger Akade-mien stellen die passende Infrastruktur, die Sozialstiftung Bamberg – stellvertretend für alle anderen regionalen Gesundheitseinrichtungen – bietet den Studierenden umfangreiche und vielfältige Möglichkeiten, ihr theoretisches Wissen direkt in der Praxis anzuwenden und zu vertiefen. 

„Durch den gleichzeitigen Erwerb von Fachwissen und Knowhow in der Gesundheits-versorgung sowie von analytischen und reflektierenden Fähigkeiten und technischen Kompetenzen haben die Absolventen des Bachelorstudiengangs die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, so Ilona Baumann, Direktorin Pflege- und Patientenmanagement am Klinikum Bamberg. „Wir selbst haben in den vergangenen Jahren her-vorragende Erfahrungen gemacht und beschäftigen inzwischen rund 50 Bachelorabsolventen bei uns in der direkten Patientenversorgung.“ In der neuen monatlichen Vergütung sieht die Pflegeexpertin einen großen, zusätzlichen Anreiz. Interessenten können sich ab sofort bis 15.07.2025 direkt bei den Praxisträgern bewerben. 

Michael Springs, Geschäftsführer der Bamberger Akademien, freut sich auf die künftige Kooperation mit der Hochschule Hof: „Die Bamberger Akademien sind der größte Anbieter für die Aus- und Weiterbildung im Pflege- und Gesundheitswesen in Oberfranken. Die Akademisierung des Pflegeberufs hat viele Vorteile. Der Bachelorstudiengang ist ein international anerkannter Abschluss, der die Studierenden auf ein erweitertes Aufgabenfeld vorbereitet.“

Zeitgleich mit dem primärqualifizierenden Vollzeit-Studiengang für Berufseinsteiger startet der Bachelorstudiengang Pflege (B.Sc.) als berufsbegleitendes Studium für Pflegefachkräfte mit Berufserfahrung aus ganz Oberfranken.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Matthias Drossel
+49 9281 409 - 8206
matthias.drossel(at)hof-university.de


Zur Pressemitteilung: https://idw-online.de/de/news845713

Foto: stock.adobe.com – Vitalii Vodolazskyi

AB26 Fachkommission2024 730x399Im Oktober 2024 haben das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die neuen Mitglieder der Fachkommission nach dem Pflegeberufegesetz (PflBG) für den zweiten fünfjährigen Einsatzzeitraum eingesetzt. Die Fachkommission, die sich aus pflegefachlich, pflegepädagogisch und pflegewissenschaftlich ausgewiesenen Expertinnen und Experten zusammensetzt, hat ihre Aufgaben bereits erfolgreich abgeschlossen. Dazu gehörte die Entwicklung bundesweiter Rahmenlehr- und Rahmenausbildungspläne für die Pflegeausbildung sowie Module für die erweiterte Ausbildung nach § 14 PflBG. Darüber hinaus wurden Begleitmaterialien zu den Rahmenplänen erstellt und der Rahmenausbildungsplan aktualisiert. Die Rahmenpläne werden regelmäßig, mindestens alle fünf Jahre, auf ihre Aktualität überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Zur Vorsitzenden der Fachkommission wurde Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck für den kommenden Einsatzzeitraum gewählt. Ihre Stellvertretung übernimmt Prof. Dr. Sandra Altmeppen.

Die weiteren neuen Mitglieder der Fachkommission sind:

  • Verena Bikas (Diakoneo)
  • Wolfgang von Gahlen-Hoops (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)
  • Susanne Grundke (Ernst-Abbe-Hochschule Jena)
  • Annegret Horbach (Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd)
  • Patrick Jahn (Universitätsmedizin Halle)
  • Anke Jacobs (Medizinische Akademie BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin)
  • Uwe Machleit (Adipositas Zentrum Bochum-Linden)
  • Stefan Schmidt (Hochschule Neubrandenburg)
  • Anja Walter (Technische Universität Dresden)

Zur Pressemitteilung: https://www.bibb.de/de/162405.php

Foto: (v.l.n.r.): Uwe Machleit, Prof. Dr. Sandra Altmeppen (stellv. Vorsitzende), Prof. Dr. Annegret Horbach, Prof. Dr. Wolfgang von Gahlen-Hoops, Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck (Vorsitzende), Prof. Dr. Susanne Grundke, Anke Jakobs, Verena Bikas, Prof. Dr. Anja Walter (nicht auf dem Bild sind Prof. Dr. Patrick Jahn und Prof. Dr. Stefan Schmidt) (c) BIBB

pflegewissenschaftlicher lehrstuhl bayernProfessorin Melanie Messer hat als Leiterin des ersten Lehrstuhls für Pflegewissenschaft an einer staatlichen Universität in Bayern eine Pionierrolle übernommen. An der Universitätsmedizin Würzburg verantwortet sie künftig den neuen Lehrstuhl und steht zugleich dem neu gegründeten Institut für Pflegewissenschaft am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) vor. Mit dem geplanten Bachelorstudiengang „Pflegewissenschaft“, der im Wintersemester 2025/26 starten soll, nimmt Würzburg eine Vorreiterrolle für die universitäre Pflegewissenschaft und in der akademischen Pflegeausbildung ein. 

Zuvor hatte Professorin Messer die Professur für Pflegewissenschaft mit Schwerpunkt „Klinische Pflege über die Lebensspanne“ an der Universität Trier inne und leitete die Abteilung Pflegewissenschaft II.

Schwerpunkte in der Pflege- und Versorgungsforschung

Das neu gegründete Institut für Pflegewissenschaft in Würzburg wird einen klaren Fokus auf die Bewältigung klinischer und struktureller Herausforderungen bei der Versorgung chronisch erkrankter und multimorbider Patient/innen legen. Die neue Professorin erklärt: „Meine Forschung zielt darauf ab, bedarfsgerechte, innovative Pflegeansätze zu entwickeln und die Versorgungsqualität nachhaltig zu verbessern.“

Professorin Messer konzentriert ihre Forschung auf die Sicherung und Förderung der Versorgungsqualität, die patienten- und nutzerzentrierte Pflege sowie die Stärkung der Gesundheitskompetenz und digitalen Gesundheitskompetenz. Weitere Schwerpunkte umfassen Public Health Nursing, den Einsatz neuer Technologien in der Pflege und die Pflege in Krisensituationen. „Würzburg bietet hervorragende Voraussetzungen für Forschung und Lehre und ich freue mich sehr auf eine eng vernetzte interprofessionelle Zusammenarbeit“, so die Pflegewissenschaftlerin.

Ein zukunftsweisender Studiengang

Der Bachelorstudiengang „Pflegewissenschaft“ soll ab dem Wintersemester 2025/26 starten und bietet Absolvent/innen neben dem akademischen Grad Bachelor of Science auch die staatliche Zulassung als Pflegefachperson. Damit schafft Würzburg eine dringend benötigte Ausbildungsplattform für akademisch qualifizierte Pflegefachkräfte, die künftig erweiterte heilkundliche Aufgaben übernehmen können. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum erhalten Studierende eine fundierte praktische und wissenschaftliche Ausbildung in verschiedenen Versorgungsbereichen. Melanie Messer: „Das Studium legt besonderen Wert auf evidenzbasierte klinische Pflege, digitale Technologien, Qualitätsentwicklung und interprofessionelle Zusammenarbeit“.

Der Studiengang wird als erster an einer staatlichen Universität in Bayern starten. „Akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen sind entscheidend, um in intra- und interprofessioneller Zusammenarbeit die zukünftigen Herausforderungen im Gesundheitswesen zu bewältigen und eine qualitativ hochwertige Versorgung zu sichern“, so Messer weiter.

Wichtiger Impuls für das Forschungsprofil der Fakultät

Professor Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät in Würzburg: „Bereits seit 2022 gibt es bei uns den Studiengang Hebammenwissenschaften, jetzt beginnen wir mit dem Aufbau des Angebotes für die Pflegewissenschaft und werden damit unser Lehrangebot weiter bedarfsgerichtet ergänzen. Damit leisten wir einen zusätzlichen wichtigen Beitrag zur Ausbildung der dringend benötigten Fachkräfte im Gesundheitswesen. Und mit Prof. Messer kann die Würzburger Universitätsmedizin gleichzeitig weitere Schwerpunkte in der Versorgungsforschung setzen. Auf ihre neuen Impulse in Forschung und Lehre freue ich mich sehr.“ Das Forschungsprofil der Medizinischen Fakultät in Würzburg erhalte damit einen neuen zukunftsorientierten Impuls, so Matthias Frosch.

Marcus Huppertz, Pflegedirektor am Würzburger Universitätsklinikum: „Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Akademisierung der Pflege und können damit natürlich unser Angebot in Würzburg innovativ ausbauen. Gleichzeitig wird mit dem neuen Institut eine nationale Sichtbarkeit für die Pflegewissenschaft geschaffen. Ein wichtiges Element ist dabei auch die Übertragung neuer Erkenntnisse aus der Pflegewissenschaft in die tägliche Praxis. Zu dieser Translation wird das neue Institut um Prof. Messer einen wichtigen Beitrag leisten. Das UKW gestaltet damit aktiv die Zukunft der Pflege und nimmt bayernweit eine Vorreiterrolle ein.“


Zur Pressemitteilung: https://www.uni-wuerzburg.de/aktuelles/einblick/single/news/neuprof-melanie-messer/

Foto: Professorin Melanie Messer am Tag ihrer Ernennung mit Universitätspräsident Paul Pauli. (Robert Emmerich / Universität Würzburg)