IFAS als Treffpunkt der innovativen Gesundheitsbranche

IFAS 2016 Fotograf Thomas Entzeroth D519153

Die IFAS, Fachmesse für den Gesundheitsmarkt, ist nach wie vor eine äusserst beliebte Drehscheibe für die Gesundheitsbranche. Das bestätigte die 34. IFAS, die vom 25. bis 28. Oktober 2016 in der Messe Zürich stattfand. Sie konnte bezüglich Anzahl Aussteller und Standfläche an das hervorragende Resultat aus dem Jahr 2014 anknüpfen. 16'308 Besucher liessen sich Trends und Neuheiten aus der Branche präsentieren. Auf ein positives Echo stiess auch die CareFair, die erste Schweizer Jobmesse für Gesundheitsberufe.

Ärzte, Pflegefachleute, Therapeuten, Apotheker, Einkäufer und Verantwortliche aus dem Verwaltungsbereich von Spitälern, Kliniken und Heimen holten sich an der IFAS 2016 Entscheidungsgrundlagen und Ideen für ihre künftigen Investitionen. Sie trafen auf eine einzigartige Marktübersicht zu aktuellen Produkten, innovativen Dienstleistungen und Trends sowie offenen Stellen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Unter den zahlreichen Produktneuheiten befanden sich beispielsweise IT-Lösungen zur Vernetzung verschiedener Akteure im Gesundheitswesen so zum Beispiel auch der Roboter «NAO». Dieser verbindet Kinder, die längere Zeit im Spital verbringen müssen, mit der Schule oder dem Zuhause. Über ein Tablet oder Smartphone sind die jungen Patienten live mit ihrem Umfeld verbunden und können den Roboter fernsteuern.

Zufriedene Aussteller und Besucher

Die Aussteller waren mit der Messe sehr zufrieden. «Die IFAS ist eine geniale Plattform, an der wir uns präsentieren und neue Kontakte knüpfen können», sagt Tobias Manz, Verkaufsleiter der Firma OZG Healthcare. An der IFAS ein neues Produkt lanciert hat Patrick Mayer: «Ich habe neue Gehhilfen entwickelt und an der Messe erstmals präsentiert.» Auch Domis Consulting, ein Informatikanbieter, zieht ein positives Fazit: «Unsere Präsentationsplätze waren an diesen vier Tagen restlos ausgebucht. Erfreulich war auch, dass die Besucher gut durchmischt waren – von Anwendern über Geschäftsführer bis zu Verwaltungsräten», so Jan Braunschweiler.

«Das erfreuliche Feedback der Aussteller zur 34. IFAS 2016 deckt sich mit den Ergebnissen der Umfrage, die wir unter den Besuchern durchgeführt haben», sagt Messeleiter Heinz Salzgeber. «Der Anteil an Entscheidern und Einkäufern war gegenüber bisherigen Messen grösser, was die Aussteller freut. Zudem zeigten sich die Besucher sehr zufrieden mit der IFAS 2016. Mehr als die Hälfte beabsichtigt bereits heute, im 2018 wieder zu kommen», so Salzgeber.

CareFair auf Anhieb ein Erfolg

«Mit der CareFair haben wir unser Angebot zusätzlich ausgebaut», sagt Salzgeber. 23 Aussteller präsentierten offene Stellen und Weiterbildungsmöglichkeiten. In persönlichen Gesprächen konnten Arbeitgeber und angehende sowie berufstätige Fachkräfte unverbindlich Informationen einholen und wertvolle Kontakte knüpfen. «Die Aussteller sind sehr zufrieden, da sie zahlreiche interessante Stellensuchende kennenlernen konnten, darunter viele junge Menschen», freut sich Salzgeber. Ein Aussteller konnte beispielsweise in nur zwei Tagen 14 qualitativ gute Bewerbungen entgegennehmen. Auch Arbeitnehmende, unter anderem aus der Pflege, lobten die CareFair als ideale Plattform zum Kennenlernen von möglichen neuen Arbeitsstellen.

Gesundheitspolitische Diskussionen

Die Eröffnungsmedienkonferenz bot der politischen Diskussion über Trends im Gesundheitswesen Raum. «Big Data in der Gesundheitsversorgung – Weg in die Transparenz oder ins Datendickicht?» lautete der Titel des Referats von Regierungsrat Dr. Thomas Heiniger, Gesundheitsdirektor des Kantons Zürich. Die Rolle des Kantons sei nicht die Umsetzung des elektronischen Datenaustauschs, sondern die Förderung von eHealth, unter anderem mit Anschubfinanzierungen. Akteure seien die Leistungserbringer und schliesslich die Patienten, die zum elektronischen Patientendossier Ja sagen müssen. «Ich glaube an den Nutzen von Big Data», schloss Heiniger sein Referat.

Im Anschluss diskutierten die Nationalrätinnen und -räte Ruth Humbel, Bea Heim und Thomas de Courten sowie Dr. Fridolin Marty, Leiter Gesundheitspolitik Economiesuisse unter der Leitung von Bundeshausredaktor Dominik Feusi über das Thema «Soziale Krankenversicherung am Limit – müssen wir uns einschränken?». Eine einfache Lösung kristallisierte sich ob der komplexen Frage nicht heraus. Appelliert wurde unter anderem an die Eigenverantwortung von Patienten und Leistungserbringern. Würden die rund 30 Prozent unnötigen Operationen nicht ausgeführt, könnten die Kosten bereits erheblich gesenkt werden.

IFAS Forum zur interprofessionellen Zusammenarbeit

Am IFAS Forum wurden Marktinformation und Wissensvermittlung verknüpft. In kostenlosen Referaten sprachen Experten über Themen rund um die interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Das IFAS Forum stiess auch dieses Jahr auf grosses Besucherinteresse. Weitere Möglichkeiten, Informationen einzuholen und sich zu vernetzen, erhielten die Besucher auch an der Sonderschau «Hotellerie im Gesundheitswesen». Dort präsentierten Aussteller zeitgemässe Einrichtungen für Spitäler, Rehakliniken, Pflegeheime oder Alterswohnungen – darunter multifunktionales Baukastenmobiliar, antibakterielle Oberflächen, nachhaltige Bodenbeläge oder integrierte Multimedia-Produkte. Zudem stellten sie Konzepte für Einrichtungen und Freizeitgestaltung vor.

Messeleiter Heinz Salzgeber zieht eine positive Bilanz. «An den Erfolg der IFAS 2016 wollen wir in zwei Jahren anknüpfen.» Die bereits 34. Ausgabe habe gezeigt, dass in der Gesundheitsbranche ein grosses Bedürfnis existiere, an der Messe auszustellen und Kundenkontakte persönlich zu pflegen beziehungsweise sich dort zu informieren und zu vernetzen.

Nächste Termine

IFAS 2018: 23.-26. Oktober 2018, IFAS Zürich, Zürich-Oerlikon

Zentrale Aspekte der Ethikkompetenz in der Pflege

DGP Logo 4cDie Sektion Lehrende im Bereich der Pflegeausbildung und der Pflegestudiengänge in der Akademie für Ethik in der Medizin e.V. hat Empfehlungen zur Ethikkompetenz in der Pflege formuliert und diese Ende Oktober publiziert.

Relevanz der Ethikkompetenz in der Pflege

In allen pflegeberuflichen Handlungsfeldern prägen ethische Fragestellungen und Konflikte den Alltag. Zukünftige Pflegende und Studierende der Pflege müssen darauf vorbereitet werden und die entsprechenden Handlungskompetenzen müssen im Rahmen von Ausbildung und Studium vermittelt werden.

Die Frage nach den zentralen Ethikkompetenzen pflegeberuflichen Handelns stellt sich somit für Lehrende in der Pflege (auf unterschiedlichen Qualifikationsniveaus) wie auch für Verantwortliche in der Praxis (in den jeweiligen Settings). Zugleich verweisen die Ausführungen im aktuell diskutierten Pflegeberufereformgesetz auf den Stellenwert einer pflegeprofessionellen Ethik. Insbesondere gemäß dem Ausbildungsziel (§ 5 Abs. 2) – das seinerseits fordert, dass die Pflege „entsprechend dem allgemein anerkannten Stand pflegewissenschaftlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse auf der Grundlage einer professionellen Ethik“ erfolgt – ist eine Konkretion der Ethikkompetenzen in der Pflege gefordert.

Angesichts dieser (An-)Forderungen hat die Sektion Lehrende im Bereich der Pflegeausbildung und der Pflegestudiengänge in der Akademie für Ethik in der Medizin e.V. im Auftrag des Vorstandes der AEM zentrale Aspekte der Ethikkompetenz konkretisiert und die wesentlichen Konturen einer professionellen Ethik dargelegt.

Zentrale Aspekte der Ethikkompetenz in der Pflege

Das Papier der Sektion konkretisiert die Bedeutung und den Gegenstand der pflegeethischen Kompetenzen und formuliert abschließend und zusammenfassend sechs zentrale Bildungsziele wie zum Beispiel die Sensibilität für ethische Konfliktsituationen im pflegeberuflichen Handeln aber auch die Empathiefähigkeit und die Fähigkeit zum interdisziplinären Perspektivenwechsel.

Ziel des Papieres ist es, eine übergreifende Orientierung für die Ausgestaltung und Entwicklung von Curricula und zukünftigen (Rahmen-)Lehrplänen zu bieten. Das Papier ermöglicht es, die geforderten Ethikkompetenzen zu erfassen und für die jeweilige Qualifizierungsmaßnahmen entsprechend zu konkretisieren.

Die Sektion hat im Auftrag des Vorstandes der Akademie für Ethik in der Medizin somit einen wichtigen Beitrag zur Konkretion der Ethikkompetenzen von Pflegenden geleistet. Angesichts der Fragestellung: Welche Ethikkompetenzen braucht es um professionell – das heißt fachlich fundiert und ethisch reflektiert – zu entscheiden und zu handeln? bietet das Papier sowohl den Lehrenden in den Schulen und Hochschulen wie auch der Pflegepraxis eine konkrete Orientierung, um die geforderten Ethikkompetenzen im Ausbildungs- und Studienverlauf anzubahnen und zu vertiefen.

Die Akademie für Ethik in der Medizin ist eine interdisziplinäre und interprofessionelle Fachgesellschaft für Medizinethik. Sie fördert den öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs über ethische Fragen in der Medizin, den Heilberufen und im Gesundheitswesen.

Der Springer Verlag ist so freundlich, die Publikation „Zentrale Aspekte der Ethikkompetenz in der Pflege“ unter (http://link.springer.com/article/10.1007/s00481-016-0415-7) für drei Monate (ab dem 1.11.2016) kostenlos auf SpringerLink freizuschalten.

Oder online first unter: DOI 10.1007/s00481-016-0415-7

http://link.springer.com/article/10.1007/s00481-016-0415-7

Für Rückfragen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Forschungswelten 2017, 2.-3. März 2017, Universität Trier, Deutschland

Forschungswelten 2017, 2.-3. März 2017, Universität Trier, Deutschland

Innovationen in der Pflege (-forschung)

Forschungswelten 2017: Das Vorabprogramm der Forschungswelten 2017 ist erschienen! Unter http://www.forschungswelten.info/programm/ kann das Programm ab sofort als Website (mit Planungstool) sowie als PDF-Flyer heruntergeladen werden.

Die Highlights 2017:

 

  • über 50 Vorträge aus dem gesamten deutschsprachigen Raum
  • vertiefende Workshops und Symposien
  • umfangreiche Postersessions inkl. Posterbegehung
  • "Best of Bachelor - Best of Master" - Präsentation herausragender studentischer Arbeiten

 

 Das komplette Programm zum Download finden Sie hier: http://www.forschungswelten.info/fw2017_vorabprogramm.pdf

Thema 2017: Innovationen in der Pflege (-forschung)

Im Gesundheitswesen werden Innovationen in Zeiten hoher wirtschaftliche Dynamiken eine zunehmend wichtigere Rolle zugeschrieben. Innovation kann dabei bedeuten, etwas Bestehendes zu verbessern oder neue Lösungen zu entwickeln. Während Innovationsprozesse in vielen Wirtschafts- und Wissenschaftsbereichen seit langem beforscht und etabliert sind, sind sie in der Pflege und Pflegewissenschaft kaum explizit entwickelt. Innovationen können auf verschiedenen Ebenen betrachtet werden:

Entwicklung von Innovationen: Die Umgebung, in der Innovationen wissenschaftlich entwickelt, eingeführt, evaluiert und verstetigt werden (z.B. innovative Methoden oder Forschungs- und Entwicklungsprozesse, Förderung von Innovationspotentialen sowie Innovationsmanagement) 

Akteure des Innovationsprozesses: Die Rollen von Pflegepraxis und Pflegenden im Innovationsprozess (z.B. Praxis vs. Wissenschaft, Was kann Pflegepraxis zur Innovation beitragen? Was sind brachliegende Innovationspotentiale? Was ist innovativ an der eigenen Arbeit?)

Gegenstand von Innovationen: Die Innovation als Solche (z.B. ethische Dimension von Innovationen, Was bedeutet Innovation? Was macht Ori- ginalität aus? Was ergibt sich als Konsequenz von Innovation? Welche Rolle spielt die gesundheitspolitische Debatte?)

Der 8. wissenschaftliche Kongress Forschungswelten möchte dazu beitragen, sowohl den Umgang mit Innovationen als auch die Innovationslandschaft in der Pflege zu kartieren und zu dokumentieren. 

 

Aktuell

 

  • Jetzt online anmelden und rechtzeitig Workshopplatz reservieren: http://www.forschungswelten.info/preise-und-anmeldung
  • Sie möchten als Aussteller/Sponsor/Kooperationspartner an den Forschungswelten 2017 dabei sein? Weitere Infos gibt es hier: http://www.forschungswelten.info/ausstellerinfos
  • Für Studierendengruppen halten wir (begrenzte) Kongresstickets bereit? Sie möchten mit Ihrer Studierendengruppe am Kongress teilnehmen? Kontaktieren Sie unser Kongressbüro unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.. Wir unterbreiten Ihnen ein Angebot