Qualifikationsniveau auf dem Prüfstand: Ein Diskussionspapier zu den Berufen der Medizinischen Technologinnen und Technologen
hpsmedia GmbH
Zusammenfassung
Medizinisch-technische Assistenten (MTA) nehmen in der Patientenversorgung eine Schlüsselfunktion ein. Sie sind es, die in den Bereichen der Funktionsdiagnostik, der Laboratoriumsmedizin, der Radiologie sowie in der Strahlentherapie die technische Durchführung der Untersuchungen und Behandlungen mit ionisierender Strahlung beherrschen. Ab Januar 2023 wird die Berufsgruppe, die sich insgesamt aus drei humanmedizinischen und einem veterinärmedizinischen Beruf zusammensetzt, nach dem neuen Berufsgesetz für Medizinische Technologinnen und Technologen (MTB-Gesetz) ausgebildet (MT-Berufe-Gesetz v. 24.02.2021). Das neue Ordnungsmittel sieht erstmals eine kompetenzorientierte Ausbildung vor. Im Vorfeld hat sich aus dem Dachverband für Technologen und Technologinnen und Analytiker und Analytikerinnen in der Medizin Deutschland e.V. (DVTA e.V.) eine Projektgruppe gebildet, mit dem Ziel, Kompetenzen für die drei humanmedizinischen MTA-Berufe (Technologinnen und Technologen für Laboratoriumsmedizin, Radiologie und Funktionsdiagnostik) zu definieren und so das Ordnungsmittel fachlich mitgestalten zu können. Der Kompetenzformulierung ist eine Berufsfeldanalyse vorangestellt, deren Resultat eine Aufstellung von Aufgaben und Tätigkeiten der Berufsangehörigen ist. Ergänzend sind die erfassten Aufgaben und Tätigkeiten Qualifikationsstufen zugeordnet. Als Endergebnis ist eine Matrix entstanden, die die Kompetenzen der drei Berufsfelder in acht Handlungsfelder gruppiert und in den Niveaustufen drei bis sieben des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) abbildet. Die hier vorgestell
Frings, I.; Flux, J.; Herrmann, A.; Ullrich, C.; Maschek, C.: Qualifikationsniveau auf dem Prüfstand: Ein Diskussionspapier zu den Berufen der Medizinischen Technologinnen und Technologen. Pädagogik der Gesundheitsberufe (2022), Heft 4, S. 192 bis 202.