Ein Bild von einem Mann. Die bildliche Darstellung der Geschlechter in Pflegelehrbüchern
Peters, A.-K.; Scheffel, F.
Pädagogik der Gesundheitsberufe · 2026 · Heft 2 · S. 23 bis 33 · DOI 10.3936/qevg4c79
Abstract
Pflegeberufe sind nach wie vor vielfach weiblich kodiert und mit Bildern einer weiblichen Fürsorgepraxis assoziiert. Das spiegelt sich in Lehrmaterialien für Pflegeberufe wider und erschwert neben beruflichen Geschlechterstereotypen, homophoben Vorurteilen und mangelnden Kenntnissen zu Pflegeberufen eine mögliche Identifikation junger Männer von sich als (zukünftigen) Pflegefachmännern*. Zusammen bilden diese Faktoren Barrieren für die Ausbildungs- und Studienwahl für Pflegeberufe von Schülern und jungen Männern. Im Projekt PEPe wurde an der Evangelischen Hochschule Dresden die bildliche Darstellung von Pflegefachpersonen in Bezug auf Geschlechtervielfalt und Genderstereotype untersucht.
Zusammenfassung
Der Beitrag untersucht anhand einer quantitativen visuellen Dokumentenanalyse die bildliche Darstellung von Geschlechtern in Pflegelehrbüchern und ausgewählten Pflegezeitschriften. Analysiert wurden 438 Abbildungen hinsichtlich als weiblich, männlich oder nicht eindeutig lesbar wahrgenommener Personen. Im Ergebnis dominieren weiblich gelesene Darstellungen deutlich; männlich gelesene Pflegefachpersonen erscheinen seltener und mit wenigen stereotypabweichenden Merkmalen. Der Artikel diskutiert die Bedeutung genderneutraler Lehrmaterialien für Ausbildungs- und Studieninteresse junger Männer in Pflegeberufen.
Schlagwörter
Pädagogik der Gesundheitsberufe, Pflegelehrbücher, Geschlechterdarstellung, Genderstereotype, Pflegeausbildung, visuelle Dokumentenanalyse, Deutschland, Arbeit, Bevölkerung, Beratung, Auszubildende, Angehörige, Bundesregierung, Blutgasanalyse, Australien, Employment, Computer, Afrika