Ausbildungserleben von PflegeschülerInnen zwischen Anspruch und Wirklichkeit in der Pflegepraxis und Konsequenzen für die Pflegepädagogik
Roland Hanisch
Pädagogik der Gesundheitsberufe, Hungen · 2017 · Heft 2 · S. 1 bis 1 · DOI 10.3936/30000-1432
Abstract
Die Unvereinbarkeit von Patientenorientierung und Wirtschaftlichkeit hat Folgen für die Pflegeausbildung. Auszubildende gelten in der Pflegepraxis vor allem als Arbeitskraft. Sie finden eine Patientenignorierung vor, die ihrer ursprünglichen Idee von Pflege – Menschen zu helfen – entgegensteht. Ihre Persönlichkeitsentwicklung wird vernachlässigt, sodass die geforderte Handlungskompetenz nicht umfassend erlangt werden kann; inwieweit, zeigt eine Analyse von Handlungskompetenz bezogen auf die Problemstellung: Es werden Teilkompetenzen bestimmt, die unter den gegebenen Bedingungen kaum erlangt werden können oder zur Bewältigung moralischer Konflikte benötigt werden. Ein Transfer dieser Erkenntnisse in das pädagogische Handlungsfeld zeigt auf, wie die Förderung dieser Kompetenzen gelingen kann und wie der Widerspruch zwischen normativen und ökonomischen Anforderungen und die damit verbundene individuelle Konfliktbewältigung zum Ausgangspunkt für Bildungsprozesse gemacht werden können.
Zusammenfassung
Der Fachtext von Roland Hanisch thematisiert die Diskrepanz zwischen den normativen Ansprüchen und den ökonomischen Realitäten in der Pflegepraxis, die sich negativ auf die Ausbildung von PflegeschülerInnen auswirkt. Auszubildende werden oft als Arbeitskräfte betrachtet und erleben eine Patientenignorierung, die ihren ursprünglichen Pflegeanspruch untergräbt. Dies führt zu einer Vernachlässigung ihrer Persönlichkeitsentwicklung und der erforderlichen Handlungskompetenz. Der Text analysiert, wie PflegeschülerInnen mit diesen Widersprüchen umgehen und welche Teilkompetenzen gefördert werden
Schlagwörter
PFLEGE; AUSBILDUNG; ENTWICKLUNG; LERNEN; NORM; PRAXISANLEITUNG; ERLEBEN; PATIENTENORIENTIERUNG; ANPASSUNG;