SCHWEIZ: AUSSCHREIBUNG PREIS GESUNDHEITSKOMPETENZ

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Die Allianz Gesundheitskompetenz verleiht alle zwei Jahre den Preis für Gesundheitskompetenz. Der mit 19‘000 Franken dotierte Förderpreis zeichnet innovative Projekte im Bereich Gesundheitskompetenz aus.

Der Preis ist offen für alle Personen, die sich im Gesundheits- und Bildungssektor bewegen und Projekte, Initiativen oder Aktivitäten zur Förderung der Gesundheitskompetenz implementieren oder implementiert haben.

Es können Projekte und Initiativen eingereicht werden, die sowohl auf der individuellen Ebene – also bei Patient/innen, Bürger/innen, Nutzer/innen im Gesundheitswesen etc. – als auch Populationsbezogene bzw. auf der Systemebene wirken. Dabei müssen innovative und effektive Aktivitäten zur Steigerung der Gesundheitskompetenz geplant, entwickelt und / oder bereits umgesetzt werden /geworden sein.

Der Gesundheitskompetenzpreis setzt sich aus einem Hauptpreis von 13‘000 Franken und zwei Anerkennungspreisen von je 3‘000 Franken zusammen. Für den Hauptpreis werden 3‘000 Franken als Anerkennung der Leistung und weitere 10‘000 Franken, für die weitere Umsetzung des prämierten Projekts vergeben. Teilnahmeberechtigt sind alle in der Schweiz wohnhaften bzw. agierenden Personen.

 

Weitere Informationen:

http://www.allianz-gesundheitskompetenz.ch

Gesundheitsberufegesetz (GesBG): Gemeinsames Lobbying

 

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Die im «SBK Netzwerk Pflege GesBG» zusammengeschlossenen Organisationen setzen sich für das Gesetz und wichtige Ergänzungen ein.

Der Bundesrat hat am 18.11.2015 seine Botschaft und den Entwurf des neuen Gesundheitsberufegesetzes an das eidgenössische Parlament überwiesen.

Die im «SBK Netzwerk Pflege Gesundheitsberufegesetz» zusammengeschlossenen Organisationen der Pflegebranche betreiben  gemeinsames Lobbying und setzen sich kollektiv für das Gesetz und einige dringend notwendige Ergänzungen im Gesetzestext ein. Diese betreffen insbesondere die Forderung nach einer Weiterbildungspflicht, einer Gesundheitsberufekommission, einem Berufsbezeichnungsschutz sowie einer zusätzlichen, separaten Reglementierung für Pflegeexpertinnen und Pflegeexperten APN.

Ein gemeinsam verfasster Brief mit den wichtigsten Anmerkungen zum Gesetzesentwurf wird im Januar 2016 an die Mitglieder der Ständeratskommissionen  WBK (Wissenschaft, Bildung und Kultur) und SGK (soziale Sicherheit und Gesundheit) geschickt. Des Weiteren nimmt das Netzwerk persönlichen Kontakt zu verschieden SR-Kommissionsmitgliedern und zu weiteren wichtigen Akteuren auf.

Weitere Informationen: www.sbk.ch

SCHWEIZERISCHER VEREIN FÜR PFLEGEWISSENSCHAFT (VFP): Big Data – Big Nursing?!

VFP logo GROSS 1024x550Wir alle befinden uns im digitalen Zeitalter, in dem es höchste Zeit ist den Beitrag der pflegerischen Patientenversorgung sichtbar zu machen. Von der Vielfalt an Informationen, welche Pflegefachpersonen tagtäglich erheben und in elektronischen Patientendossiers dokumentieren sind bislang nur wenige Daten für Big Data Analysen verfügbar. Häufig beinhalten Datenbanken von Gesundheitsinstitutionen keine Pflegedaten.

Die Pflege muss sich in die Entwicklungen rund um Big Data und Data Science einbringen, um die Kosten zu kontrollieren und sicherzustellen, dass Daten zur Entstehung von neuem pflegerelevantem Wissen und zur Verbesserung der pflegerischen Versorgungsqualität und Patientensicherheit führen.

Dazu müssen die Schlüsselpersonen in der Pflege verstehen,

  • was strukturierte Daten sind
  • wie die Erfassung standardisierter, vergleichbarer und gemeinsam nutzbarer Pflegedaten sichergestellt
    wird (durch die Implementierung anerkannter, standardisierter Pflegefachsprachen/-klassifikationen zur Repräsentation von Pflegediagnosen, Pflegeinterventionen und Ergebnissen der pflegerischen Patientenversorgung in elektronischen Patientendossiers) und
  • welche Prozesse die Analyse von Pflegedaten unterstützen.

Diese Erfordernisse bringen bedeutsame Auswirkungen für Führungsverantwortliche in den Bereichen Pflegepraxis, Pflegemanagement, Pflegewissenschaft, (Aus-)Bildung mit sich und werfen diverse Fragen auf:

  • Was ist Big Data im Kontext des Gesundheitswesens?
  • Was bringt das Schweizerische ePatientendossier für die Pflege mit sich?
  • Braucht die Pflege als Profession Big Data? Brauchen Big Data Initiativen die Pflege?
  • Was sind die Chancen und Herausforderungen von Big Nursing Data für die Pflegepraxis, das Pflegemanagement, die Pflegewissenschaft, die Pflegeinformatik und das Bildungswesen?
  • Welche Voraussetzungen sind für die Anwendung von Big Nursing Data in der eigenen Institution erforderlich?
    Welche Bedeutung hat die Anwendung evidenzbasierter, standardisierter Assessments sowie die Implementierung von anerkannten, standardisierten Pflegefachsprachen/-klassifikationen zur Beschreibung von Pflegediagnosen, Pflegeergebnissen und Pflegeinterventionen im Kontext von Big Nursing Data?
  • Welche Initiativen sind bezüglich Big Nursing Data wichtig?

 

Die Fachtagung des Schweizerischen Vereins für Pflegewissenschaft und der Akademischen Fachgesellschaft Akutpflege hat zum Ziel auf obige Fragen einzugehen. Der Nutzen von elektronisch klinisch angewendeten Pflegefachsprachen/-klassifikationen wird aufgezeigt und die Bedeutsamkeit von gemeinsam nutzbaren, standardisierten, vergleichbaren klinischen Pflegedaten für die Forschung dargelegt, um wirksame Pflegeinterventionen zu identifizieren und Patientenergebnisse zu verbessern.

Die Fachtagung soll dazu beitragen, die Konzepte, Tools, Prozesse und Anwendung von Big Data in der Pflegepraxis, dem Pflegemanagement, der Pflegewissenschaft und im Bildungswesen zu integrieren und elektronische pflegerische Daten zur Entwicklung einer evidenzbasierten Pflege zu nutzen.

Die Tagung richtet sich an Interessierte aus der Pflegepraxis, dem Pflegemanagement, der Pflegewissenschaft, dem Bildungswesen und der Pflegeinformatik sowie an weitere Interessierte.


Weitere Informationen
Datum: 24.11.2016
Zeit: 08:30 – 16:30 Uhr
Ort: Careum, Aarau
Schweizerischer Verein für Pflegewissenschaft
Haus der Akademien
Laupenstrasse 7
Postfach
3001 Bern
www.vfp-apsi.ch/