Strategiepapier ‚Mitarbeiterbindung in der Pflege‘ jetzt in deutscher Übersetzung

DBfK logoFachkräftemangel in der Pflege ist das große Thema der Bundes- und Landespolitiker sowie der Arbeitgeberverbände.  Nach fähigen und willigen Bewerberinnen und Bewerbern für die vielen unbesetzten Arbeitsstellen in allen Sektoren der Gesundheitsversorgung wird händeringend gesucht. Bei all den Anstrengungen, Personen mit und ohne Berufsabschluss für den Pflegeberuf und eine Arbeitsaufnahme im eigenen Unternehmen zu begeistern, wird leicht vergessen, dass man (hoffentlich) noch eine Stammbelegschaft hat, die den Betrieb mit großem Einsatz und oft unter widrigsten Umständen am Laufen hält.  Sie im Betrieb zu halten, gut zu pflegen und ihnen bestmögliche Arbeitsumfelder zu bieten ist eine Aufgabe, die hohe Priorität verdient, aber leider gern vernachlässt wird.

Vor einigen Wochen hat das ‚International Centre on Nurse Migration (ICNM)‘ zusammen mit dem Weltverband der Pflegeberufe (ICN) ein bemerkenswertes Strategiepapier herausgegeben: ‚Nurse Retention‘. Autor ist Professor James Buchan, international renommierter Experte, der auch in Deutschland gut bekannt ist. Er zeigt auf, warum eine Verbesserung der Fachkräftebindung in der Pflege so bedeutsam ist und welche Folgen für Finanzen, Versorgungsqualität, Arbeitsanfall und Arbeitsbedingungen in einer Einrichtung entstehen, wenn Pflegefachpersonen ausscheiden.

Die zentralen Teile der 28-seitigen Broschüre hat der DBfK jetzt ins Deutsche übersetzt und unter https://www.dbfk.de/media/docs/download/Internationales/ICNM-Nurse-retention_deutsch_2018.pdf als Download eingestellt.

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)

Alt-Moabit 91, 10559 Berlin 

Tel.: 030-2191570 

Fax: 030-21915777

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www.dbfk.de

Interdisziplinäres wissenschaftliches Retreat: „Begutachtungspraxis empirisch-ethischer Forschung in Ethikkommissionen“

logo uniVeranstalter: Institut für Ethik und Geschichte der Medizin (Universitätsmedizin Greifswald) in Kooperation mit dem Department für Ethik, Theorie und Geschichte der Lebenswissenschaften sowie dem Alfried Krupp Wissenschaftskolleg

Konzept & Leitung: Regina Müller, M.A., Andre Nowak, M.mel. und Anna-H. Seidlein, M.Sc.

Termin: 29.-30.11.2018

Ort: Alfried Krupp Wissenschaftskolleg, Greifswald

Zielgruppe: NachwuchswissenschaftlerInnen (DoktorandInnen, Post-DoktorandInnen) einschlägiger Disziplinen (z.B. Medizin, Theologie, Philosophie, Medizinethik, Soziologie, Pflegewissenschaft) mit empirisch-ethischem Forschungsinteresse

Die Methodenverknüpfung der empirisch-ethischen Forschung hat sich in der Medizinethik etabliert, bricht aber die klassischen Strukturen und wird daher auch als „new form of academic inquiry“ bezeichnet. Für Forschende und insbesondere für NachwuchswissenschaftlerInnen ist die Kombination der Methoden eine Herausforderung: Wie können empirische Forschung und normative Analyse gewinnbringend verbunden werden? Die Qualität ebenso wie generalisierbare Qualitätskriterien empirisch-ethischer Arbeiten werden gegenwärtig stark diskutiert. Als Voraussetzung für Publikationen oder Anträge bei Drittmittelförderern ist zudem das positive Votum einer Ethikkommission in der Regel erforderlich. Doch auch bei den Ethikkommissionen gibt es für die Bewertung empirisch-ethischer Forschung keine einheitlichen Standards. Das Retreat widmet sich deshalb den Fragen, welche Besonderheiten mit empirisch-ethischer Forschung verbunden sind und nach welchen Kriterien Ethikkommissionen solche Arbeiten bewerten bzw. bewerten können und sollten. Ausgewiesene ExpertInnen mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen werden das Retreat mit Impulsvorträgen bereichern. Im Mittelpunkt der Veranstaltung sollen Erfahrungsaustausch und Diskussionen unter Nachwuchswissen-schaftlerInnen und ExpertInnen stehen.

Folgende ExpertInnen werden das Retreat u.a. begleiten:

  • ·JProf. Dr. med. Dr. phil. Sabine Salloch (Greifswald)
  • ·Prof. Dr. phil. Martin Schnell (Witten/Herdecke)
  • ·Prof. Dr. phil. Micha H. Werner (Greifswald)
  • ·Dr. phil., Dipl.-Psych. Angelika Hüppe (Lübeck)
  • ·Prof. Dr. phil. Thomas Kohlmann (Greifswald)

Die Teilnahme an dem Retreat ist kostenfrei. Das Organisationsteam steht Ihnen bei der Suche einer Unterkunft gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie unter:

https://www.wiko-greifswald.de/programm/allgemeines/veranstaltungskalender/seite/2/

 

Kontakt: Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau A.-H. Seidlein, M.Sc.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Tel.: 03834/865784

Institut für Ethik und Geschichte der Medizin

Universitätsmedizin Greifswald
Leitung: JProf. Dr. med. Dr. phil. Sabine Salloch
Ellernholzstr.1-2
17487 Greifswald

Zahnärzte und Pflege machen sich gemeinsam stark für eine verbesserte Mundgesundheit bei pflegebedürftigen Menschen

dnqp logoUm Pflegekräfte bei einer Verbesserung der Mundgesundheit von Pflegebedürftigen zu unterstützen, planen das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP), die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), die Deutsche Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ) und die Arbeitsgemeinschaft Zahnmedizin für Menschen mit Behinderung oder besonderem medizinischem Unterstützungsbedarf (AG ZMB) die gemeinsame Entwicklung eines Expertenstandards zur „Erhaltung und Förderung der Mundgesundheit in der Pflege“.

Ziel dieser durch die Bundeszahnärztekammer initiierten Kooperation ist die Verbesserung der Mundgesundheit von Pflegebedürftigen in der stationären und ambulanten Pflege sowie in Krankenhäusern. Die (Landes-)Zahnärztekammern setzen sich seit vielen Jahren dafür ein, Prävention und Versorgung insbesondere für ältere pflegebedürftige Menschen oder Menschen mit Behinderung zu verbessern. Immer mehr alte Menschen mit einem pflegerischen Betreuungsbedarf verfügen über eigene Zähne, sind aber häufig nicht mehr in der Lage, die Zahnpflege selbstständig durchzuführen. Neben Problemen der Zahnpflege kommen insbesondere durch das Alter sowie durch chronische Krankheiten und damit verbundene Medikamenteneinnahme zusätzliche Einflussfaktoren hinzu, die Auswirkungen auf die Mundgesundheit besitzen. Eine unzureichende oder falsche Mundhygiene kann gravierende gesundheitliche und die Lebensqualität einschränkende Folgen wie z.B. chronische Entzündungen und Zahnverlust haben.

Mit der Entwicklung dieses Expertenstandards soll Anfang 2019 begonnen werden. Die Auswahl und Berufung der wissenschaftlichen Leitung und Mitglieder der Expertenarbeitsgruppe erfolgt im Rahmen eines öffentlichen Ausschreibungsverfahrens.

Hintergrund
In dem Expertenstandard zur „Erhaltung und Förderung der Mundgesundheit in der Pflege“ werden auf Grundlage einer Literaturstudie pflegerisches und zahnmedizinisches Wissen gebündelt und für die pflegerische Praxis in der bewährten Form eines Expertenstandards aufbereitet. Ein Expertenstandard ist ein professionell abgestimmtes Leistungsniveau, das dem Bedarf und den Bedürfnissen der Zielgruppe angepasst ist. Er richtet sich primär an Pflegeberufe. Expertenstandards sind evidenzbasiert und praxisorientiert ausgerichtet. Sie sind keine medizinischen Leitlinien. Derzeit gibt es zehn Expertenstandards des DNQP.

Das DNQP, unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Andreas Büscher von der Hochschule Osnabrück, beschreitet mit diesem Werk erstmalig den Weg einer Kooperation mit einer anderen Berufsgruppe bei der Entwicklung eines pflegerischen Expertenstandards.

Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP)
an der Hochschule Osnabrück
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Andreas Büscher
Postfach 19 40, 49009 Osnabrück
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Internet: www.dnqp.de

 

Bundeszahnärztekammer (BZÄK) Pressekontakt: Dipl.-Des. Jette Krämer Telefon: +49 30 40005-150
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Internet: www.bzaek.de

 

Deutsche Gesellschaft für AlterszahnMedizin (DGAZ)
Kontakt: Prof. Dr. Ina Nitschke MPH E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Internet: www.dgaz.org

 

Arbeitsgemeinschaft für Zahnmedizin für Menschen mit Behinderungen (AG ZMB)
Kontakt: Prof. Dr. Andreas Schulte
E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Internet: www.agzmb.de